Die richtige Bildsprache für Unternehmen

Kein Informationsballast

Warum gewinnen Kinder so häufig beim Memory-Spielen? Neben der viel höheren Vernetzungsdichte von Synapsen im Hirn (etwa 200 Billionen dieser Leitungen haben Kleinkinder, die Hälfte davon wird bis zum Erwachsenenalter als für die aktive Nutzung wenig nützlich aussortiert), liegt es an dem nicht ausgebauten semantischen Netzwerk. Kinder haben noch nicht so viel erlebt und verarbeiten und erinnern eher Details als mit Bildern zusammenhängende Erlebnisse oder Strategien. Zudem denken sie nicht in Kategorien. All der fehlende Ballast an Informationen hilft beim siegreichen Memory-Spielen.

 

In der Kommunikation nutzen wir, dass Bilder im Erwachsenenalter noch immer schneller aufgenommen werden als Text – egal, wie kurz er sein mag. Bei der Auswahl beachten wir die größtmögliche identische Bedeutung für alle Personen in der Zielgruppe, also welche Erlebnisse, Emotionen und Strategien möglichst viele von ihnen damit verbinden. Bilder stellen perfekte Informations-Makros dar, sie müssen nur mit Sorgfalt dem Zweck entsprechend ausgewählt werden.

 

 

Bildsprache und Bildauswahl in der Unternehmenskommunikation
Die Bildsprache ist ebenso wichtig wie guter Text (Pic © Shutterstock/Rawpixel.com)

Bilder im Unternehmen

Will ein Unternehmen eine eigene Bildsprache entwickeln, um zum Beispiel damit die Kommunikation seiner Strategie fortlaufend plakativ zu begleiten, empfiehlt es sich oftmals, ein Themengebiet zu wählen, das absolut nichts mit dem Business-Modell des Unternehmens selbst zu tun hat. Man etabliert ein Sinnbild für Situationen, Ziele und Ergebnisse, das stark ist, emotionalisiert, durch wiederkehrende Verwendung den Link zur eigenen Firma schafft aber – und das ist eminent wichtig – nicht das eigene Business abbildet.

 

Der Bilder-Container funktioniert durch die inhaltliche Entfernung auch in Krisensituationen, ohne den eigenen Arbeitsplatz oder das Unternehmen und dessen Zukunftsfähigkeit infrage zu stellen. Das Bild schafft eine Schutzzone und verbrennt selbst dann nicht, wenn mit ihm einmal negative Entwicklungen aufgezeigt werden müssen. Ansonsten müsste ein Zulieferer in der Automobilindustrie seinen Mitarbeitern die eigenen leeren Produktionshallen zeigen, was zum einen nicht der Motivation zuträglich ist und zum anderen das Zwischentief für immer mit dem Betrieb und nicht mit allgemeinen Branchenmechanismen oder üblichen unternehmerischen Schwankungen verknüpft. Wer stattdessen halbvolle Ränge in einem Fußballstadion, ein aufgewühltes Meer bei Verwendung des Segelbildes oder einen blattlosen Baum im Herbst zeigt, verdeutlicht ebenso stark, worum es geht, ohne nachhaltig das interne Image der Firma zu belasten.

 

Fotos oder Illustrationen?

Nach der Bestimmung der Thematik der Bildsprache, ist die Auswahl des Bildstils ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Kommunikation.  

Geht es vorrangig um das Weitergeben von Emotionen oder von Inhalt-ten, oder sollen beide Elemente gleichermaßen stark gewichtet sein? Sind die Inhalte konkret oder eher abstrakt und als Basis zu verstehen? Je nach Themengebiet und einzelner Kommunikationsmaßnahme gilt es, die passende Unterstützung der Informationen zu wählen. Dabei gilt, dass Farbfotos stärker emotionalisieren und in Erinnerung bleiben als ihre Schwarz-Weiß-Pendants, während Illustrationen noch weniger Gefühl transportieren und kaum verankert werden können.

 

Letztgenannte sind immer dann ideal, wenn ohne viel Text Situationen, Handlungen oder Verbote (etwa bei Sicherheitsbestimmungen) schnell und auch für eine multilinguale Zielgruppe verdeutlicht werden müssen. Auch lassen sich mit einem illustrierten Wimmelbild Gesamtzusammenhänge eines Unternehmens spannend aufbereiten – den emotionalen Link schafft man durch sie hingegen nicht. Und da sie in sich eine Geschichte erzählen und den Betrachter länger beschäftigen als Fotos, ist immer dann von ihnen abzuraten, wenn die Textinhalte im Vordergrund stehen sollen. In diesen Fällen würden sie ablenken anstatt eine unterstützende Rolle einzunehmen und jene Aufmerksamkeit zu erzeugen, die nach einer kurzen Zeit der Beschäftigung mit ihnen den wichtigen Zeilen zuteil wird.

 

Sprechen Sie uns an!

Die Ausarbeitung einer passenden Bildsprache, die zum Business passt, es durch starke Metaphorik unterstützt und gleichzeitig schützt, ist für die Unternehmenskommunikation überaus wichtig. Gern setzen wir diese Ausgabe gemeinsam mit Ihnen um. Über den Kontakt-Button unten, den Chat oder das Kontaktformular erreichen Sie uns. 




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Kommentare: 2
  • #1

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